VL BSV „Fichte“ Erdeborn – Weißenfelser HV 91

Doppelspieltag als Doppelbelastung?!

Nachdem die Mannen um Trainer Hammerschmidt mit einer deutlichen Packung Samstagabend vom Tabellenführer heimfuhren, schaute sicher keiner optimistisch auf die Partie, die Sonntag folgen sollte. 21 Tore Differenz galt es zuverdauen und dennoch den Blick auf den nächsten Gegner zu richten.

Mit dem Weißenfelser HV kam da auch keine unbekannte Truppe, die ebenso, wie schon der Tabellenprimus aus Wernigerode in der Tabelle über der Fichte-Sieben stand.Zusätzlich hatte der Gegner noch sein Samstagspiel deutlich gewonnen.
Somit gingen die Vorzeichen zwar deutlich auseinander, doch in die Partie starteten beide Teams dennoch auf Augenhöhe. Mit ausreichend Personal auf den Bänken und dem Willen, beide Punkte in den eigenen Reihen zu halten.
Leider waren die ersten Minuten doch sehr zerfahren. Während sich der BSV mit unzähligen einfachen technischen Fehlern das Leben unnötig schwer machte, spielten die Gäste doch deutlich ballsicherer. Einzig im Abschluss ließ der WHV viele sehr gute Chancen liegen. Die zwischenzeitliche Führung zum 1:4 und später zum 3:6 für die Gäste konnte man somit als durchaus verdient bezeichnen. Holztreffer auf beiden Seiten prägten sowohl die ersten als auch die zweite Spielhälfte. Doch mit fortschreitender Zeit stabilisierte sich der Abwehr-Torhüter-Verbund der Heimsieben und ließ weniger Torchancen zu. So wurde der einstige Rückstand beim 8:8 erstmals vielumjubelt ausgeglichen. Bis zur Pause (11:11) änderte sich daran nichts mehr.
Etwas motivierter und zielstrebiger kam der BSV zurück vom Pausentee. Die sonst so obligatorischen 10 „Stotterminuten“ nach Wiederanpfiff nutzte der Gastgeber zur ersten eigenen Führung (13:12) in der 33. Minute. Gerade Sportfreund John wusste nun mehr zu überzeugen. Meist vom Punkt, aber auch aus dem Spiel heraus hielt er seine Mannschaft im Spiel. Zwar kam der Gast nochmal zur eigenen 19:18-Führung, doch der BSV kämpfte sich auch hier zurück. So schaffte es die „Fichte“ gerade in den letzten 10 Minuten mehrfach mit 3 Toren in Front (25:22) zu gehen. Doch sollte am Ende der letzte Angriff des Spiels den Verlauf nochmals ändern.
Der WHV im Angriff: Trainer Telehuz holte nach einer Zeitstrafe gegen die eigenen Farben noch den Torhüter für den 6. Feldspieler aus dem Kasten und versuchte nun doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. So kam es, wie es kommen musste. Mit etwas Glück bekamen die Gäste dann doch 2 Sekunden vor Abpfiff einen Strafwurf zugesprochen, der sein Ziel nicht verfehlte und so den möglichen doppelten Punktgewinn für die BSV-Sieben zu Nichte machte.

Ob man hier nun von einem verlorenen oder gewonnenen Punkt sprechen möchte, hängt vom Abstand zum Spielgeschehen ab. Gleich nach Abpfiff fühlte es sich sicher wie ein Verlorener an. Letztlich ist es dennoch ein Punkt gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel, welcher in Summe der 60 Minuten nicht unverdient war.
Als auffälligste Akteure im Spiel der Heimsieben sind Torhüter Schladitz mit wichtigen Paraden gerade im zweiten Abschnitt, und C. John, welcher mit Anlaufschwierigkeiten letztlich dennoch 16 der 27 Tore für die Heimsieben erzielte, zu nennen.

Aufstellung:  Chr. Schladitz, S. Schmeißel, F. Frind (alle Tor), H. Laas (1),N. Stieber (3), P. Vogel, Ph. Schatz (3), J. Christian (16), F. Hepp (1), M. Schülbe (3), P. Nikiforow, J. Schatz, B. Gödicke, B. Schmidt