• Die WJD holt zu Hause ein Unentschieden
    WJD - BSV "Fichte" Erdeborn - SV Union Halle/Neustadt II 14:14 (6:6)
  • Neuer Sponsorenpartner!
  • Zu wenig Durchschlagskraft im Angriff
    Männer - SV Anhalt Bernburg II - BSV "Fichte" Erdeborn 28:22 (11:10)
  • Finanzierungsphase erreicht!!!!
    Crowdfunding für einen Rasentraktor
VL Männer: SV Blau-Rot Coswig – BSV „Fichte“ Erdeborn 30:23 (11:9)
 
Am Samstagabend waren die Männer des BSV „Fichte“ Erdeborn beim SV Blau-Rot Coswig gefordert. Bereits im Vorfeld war sich jeder auf Seiten der „Fichte“ bewusst, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde, um die zwei Punkte aus Coswig entführen zu können. Aus dem vorherigen Aufeinandertreffen beider Mannschaften waren die Gastgeber bereits für ihre robuste Spielweise, sowie für die lautstarke und zahlreiche Unterstützung ihrer Fans bekannt. Demnach galt es auch hier aus einer sicheren Abwehr heraus, das schnelle Spiel zu forcieren, die herausgespielten Chancen konsequent zu nutzen und sich von der Zuschauerkulisse nicht aus dem Takt bringen zu lassen.
 
Die Partie begann wie erwartet mit gut organisierten Abwehrreihen auf beiden Seiten, sodass M. Schülbe in der 6. Spielminute der erste Treffer für die Fichte gelang. Auch die Torhüter waren von Beginn an im Spiel, weshalb P. Schatz erst nach weiteren 4 Minuten den Führungstreffer zum 1:2 erzielte. Über die Zwischenstände 2:3, 3:4 und 5:4 gelang es keinem die Führung dauerhaft an sich zu reißen. Erst mit einer Zeitstrafe gegen P. Vogel konnten sich die Gastgeber auf 2 Tore absetzen. Dieser hatte bis zu diesem Zeitpunkt im Wechsel mit P. Nikiforow den Spielaufbau der Coswiger erfolgreich stören können. Damit konnte das Spiel mit dem Kreisläufer weitestgehend unterbunden werden und der Rückraum wurde zu unvorbereiteten Abschlüssen gezwungen. Erst mit den weiteren Hinausstellungen von M. Hammerschmidt und A. Bunk taten sich Lücken in den Abwehrreihen der Fichte auf. Nachdem man bis zur 27. Minute bereits 5 Zeitstrafen hinnehmen musste, galt es beim Zwischenstand von 11:6 nicht die Nerven zu verlieren und sich auf keinen Fall von der lautstarken Kulisse beindrucken zu lassen. Dies gelang den Männern von F. Hammerschmidt durch einen 0:3 Lauf. P. Schatz erzielte dabei sehenswert, durch einen direkten Freiwurf den 11:9 Halbzeitstand. Auch wenn in der ersten Halbzeit die Zeitstrafen auf beiden Seiten gleichmäßig verteilt waren, so musste man jedoch auch 7 Strafwürfe akzeptieren, wovon Ch. Schalditz 4 abwehren konnte. Man selbst wurde hingegen oftmals deutlich unsanfter am Torabschluss gehindert, erhielt aber im Gegenzug nur einen Strafwurf zugesprochen. Somit war das Ziel für die 2. Halbzeit klar definiert. Durch frühes Heraustreten und Annehmen der Gegenspieler sollten diese rechtzeitig gestoppt und weitere Zeitstrafen und Strafwürfe gegen uns vermieden werden. Das schnelle Spiel wollte man weiterhin beibehalten, um so einfache Tore erzielen zu können.
 
Die 2. Halbzeit begann direkt mit einem Treffer für die Fichte durch J. Keller, gefolgt von Ph. Schatz und P. Nikiforow bis zum Zwischenstand von 13:12. Die ersten 10 Minuten hatte man jedoch zu unkonzentriert in der Abwehr agiert, den Gastgebern gelangen somit wiederholt freie Abschlüsse vor dem Tor der Fichte. Man selbst spielte im Angriff jedoch schnell und konzentriert weiter, sodass man im Gegenzug immer die passende Antwort geben konnte. Bis zur 46. Minute entwickelte sich wieder ein offenes und hart umkämpftes Spiel bei einem Zwischenstand von 20:19, erzielt durch M. Hammerschmidt. Nach dieser Phase agierte man in der Abwehr immer unsicherer und ließ Gegentreffer zu. Ursache dafür waren unter anderem die beiden Unparteiischen, welche durch ihre Regelauslegung ein faires und angemessenes Abwehrverhalten oftmals mit direkten Strafwürfen sanktionierten. Dies wirkte sich letztlich auch auf das Angriffsspiel der Fichte aus, wo man oftmals unfair an der 6-Meterlinie gestoppt wurde, man sich aber leider nur mit Freiwürfen begnügen durfte. Somit musste man sich widerwillig, beim Endstand von 30:23, geschlagen geben.
 
Abschließend bleibt anzumerken, dass es jeden Spieler freut vor vielen Zuschauern mit entsprechender Stimmung und Unterstützung spielen zu dürfen. Hochkochende Emotionen gehören ganz sicher zum Handball dazu und sind auf Seiten der Spieler und Zuschauer gern gesehen. Es darf aber nicht geduldet sein, dass jeder unserer Spieler und selbst die Unparteiischen über 60 Minuten grundlos beschimpft und beleidigt werden. Daher ist auch anzunehmen, dass das Schiedsrichtergespann zunehmend verunsichert auf den Druck von den Rängen reagiert hat. Solch ein Verhalten kann nur als grob unsportlich angesehen werden und darf niemals im Interesse eines Vereins liegen.
 
Aufstellung: Chr. Schladitz, F. Frind, S. Schmeißel (Tor), M. Hammerschmidt (2), B. Gödicke (2), P. Nikiforow (3), P. Vogel (2), Ph. Schatz (5), A. Bunk, F. Hepp (3), J. Keller (2), M. Schülbe (2), J. Schatz (2)